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Biogas Flexibilisierung – 10 Fakten zur Flexibilitätsprämie


1. Was ist die Flexibilitätsprämie?

Eine Flexibilitätsprämie, kurz Flexprämie, ist eine Vergütung im Zuge des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Eingeführt wurde sie mit dem EEG 2012 und bezieht sich auf Biogasanlagen und Biomethananlagen. Sie gilt für Anlagen, deren Vergütung sich anhand des Marktprämienmodells errechnet. Mit der Biomethan und Biogas Flexibilisierung erhält Betreiber die Möglichkeit, seine Anlage zukunftsfähig und wirtschaftlich auszurichten.

2. Was ist eine Flexibilisierung Biogas?

Die Flexibilisierung der Produktion von Biogas ist eine Möglichkeit zur Leistungssteigerung der Anlage. So ist eine Refinanzierung der Investitionskosten in ein neues BHKW und andere notwendige Komponenten möglich. Zur Erhaltung der gesetzlich gesicherten Zahlung muss der Betreiber seine Stromproduktion flexibilisieren. Die Vermarktung des Stromes findet direkt an der Strombörse statt.

3. Flexprämie Biogas Berechnung

Die Berechnung der Flexprämie für Biogasanlagen (die Berechnung für Biomethan unterscheidet sich) ist möglich anhand einer vereinfachten Formel. Gemäß dem EEG 2014 und 2017 sieht diese aus wie folgt:

 

PZusatz * EUR 130/ kWy = Flexibilitätsprämie

PBemessung = Jahresarbeit/ Jahresstunden

Pinst – (1,1 x PBemessung) = PZusatz x 130€/kW

4. Berechnung Flexibilitätsprämie Beispiel – Biogas Flexibilisierung

Um die Flexibilisierung von Biogasanlagen und die bedarfsgerechte Produktion von Strom interessant zu machen, honoriert der Gesetzgeber alle Anlagenbetreiber, die die Leistung ihrer Biogasanlage bei Bedarf erhöhen mit einer Prämie. 

 

Biogas Flexibilisierung

Hier zwei simple Beispiel zur Berechnung der Flexibilitätsprämie:

Der Inhaber einer Biogasanlage flexibilisiert seinen Anlagenbetrieb. Dazu steigert er seine Leistung um 50% von 1500 kW auf 3000 kW. Die extra installierte Leistung beträgt 1,5 MW. Daraus resultiert eine Flexibilitätsprämie von 175.500 Euro pro Jahr. Garantiert sind diese Zahlungen für 10 Jahre.

Weiteres Beispiel einer Biogas Flexibilisierung: Wird eine Anlage mit einer bisher installierten Leistung von 500 kW durch ein Zusatz-BHKW um weitere 550 kW erweitert, erhält der Betreiber jährlich 68.250 € Flexibilitätsprämie über insgesamt 10 Jahre.

5. Flexibilitätsprämie Deckel – Biogas Flexibilisierung

Insgesamt ist die Flexibilitätsprämie gedeckelt auf insgesamt 1350 MW. Wie es um die restlichen Kapazitäten steht, das ist zu erfahren bei der Bundesnetzagentur.

Bereits bestehende Anlagen, deren Inbetriebnahme vor dem 01.08.2014 stattfand, können gemäß § 54 EEG 2014 profitieren. Jährlich werden für jedes extra installierte Kilowatt-Nennleistung 130 Euro gezahlt. Die Zahlungen sind für zehn Jahre gesichert.

Biogasanlage Flexibilitätsprämie sichern mit Überbauung

6. Vergütung Flexibilitätsprämie – Bedingungen der Biogas Flexibilisierung

  • Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass die maximale Leistung nicht stetig abgerufen werden darf, sondern eben nur dann, wenn sie im Netz auch benötigt wird. Schließlich heißt es ja: Flexibilisierung! Unter Volllast fährt die Anlage ausschließlich bei entsprechender Nachfrage. Demgemäß reduzieren sich die Zahlungen natürlich.
  • Biogas Flexibilisierung - Weitere Vorgabe nach dem EEG von 2014: Es ist nicht erlaubt die Durchschnittsleitung pro Jahr zu erhöhen. Diese muss, um an das Beispiel anzuknüpfen, dann weiterhin 1,5 MW einhalten. Letztere wird als die Höchstbemessungsleistung bezeichnet. Geschieht dies dennoch, erhält Betreiber keine Vergütung für den Strom, der diese Grenze übersteigt.
  • Die Flexibilitätsprämie darf sich höchstens auf das 0,5-fache der installierten Leistung belaufen.
  • Biogas Flexibilisierung: Hinzu kommt, die extra installierte Leistung hat ebenso eine Untergrenze, die mindestens von der Anlage gefahren werden muss. Die Untergrenze beläuft sich auf das 0,2-fache der installierten Leistung im Jahresmittel. Ansonsten hat die Anlage keinen Anspruch auf die Vergütung (Quelle EEG 2012, Anlage 5).
  • Für den Zubau sind behördliche und gesetzliche Restriktionen einzuhalten. Sei es die Zustimmung des Landkreises oder des örtlichen Netzbetreibers, aber auch Vorgaben des Bundesimmissionsschutzgesetzes müssen ebenso eingehalten werden wie die Störfallverordnung.
  • Auch ein Umweltgutachten wird bei einer Flexibilisierung benötigt. Denn erst mit dieser Auskunft über die Bestätigung der flexiblen Leistung kann Betreiber die Beantragung starten.

7. Schnelles Handeln erforderlich

Flexprämie sichern mit Biogas Flexibilisierung

Winterschlaf beenden und Prämie sichern - Mehreinnahmen und Sicherheit durch eine Biogas Flexibilisierung.

 Es ist kurz vor 12 - wer mit dem Gedanken spielt zu „Flexen“ muss sich beeilen. Das neue EEG kommt und wird vielleicht keine Flexprämie mehr aufweisen. Planungen, Genehmigungen und Lieferzeiten machen ein schnelles Handeln erforderlich. 

 Biogasanlagen spielen eine elementare Rolle bei der bedarfsgerechten Bereitstellung von Strom.

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8. Wer hat Anspruch auf die Flexprämie? - Biogas Flexibilisierung

 

Anspruch auf die Flexprämie hat jeder Betreiber, der eine neue Biogas- oder Biomethananlage plant mit einer flexiblen Fahrweise oder eine bestehende Anlage einer Überbauung unterziehen möchte.

Ebenso möglich ist es, die Flexibilitätsprämie für eine bestehende Anlage zu beantragen, die bereits über flexible Kapazitäten verfügt.

Denkbar ist dieser Fall etwa, wenn ein weiteres BHKW über der Bemessungsleistung zur Verfügung steht. Und ein entsprechender Speicher natürlich.

 

Flexibilitätsprämie: Umsetzung der Überbauung inklusive neuem Fermenter

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9. Direktvermarktung - Biogas Flexibilisierung

Als Grundvoraussetzung für de Bezug der Flexibilitätsprämie ist die Vermarktung des erzeugten Stromes direkt an der Strombörse - die sogenannte Direktvermarktung. Die Vergütung erfolgt im Marktprämienmodell.

Damit auch der Stromverkauf an der Börse gelingt, arbeiten wir von NORTH-TEC eng zusammen mit den Experten von NORDGRÖÖN. Diese betreiben ein „virtuelles Kombi-Kraftwerk“, das über 150 dezentrale Energieerzeugungsanlagen verbindet und so der bedarfsgerechten Produktion von Strom nachkommt. 

Biogas Flexibilisierung: Gemeinsam ermöglichen wir jedem Anlagenbetreiber das Potenzial zu nutzen und die Wirtschaftlichkeit der eigenen Anlage weiter zu erhöhen.

Richten Sie Ihre Biogasanlage für die Zukunft aus und kontaktieren Sie uns!


Flexibilitätsprämie nutzen durch Zubau von BHKW Leistung

10. Fazit - Biogas Flexibilisierung

 

·       Es gibt viele Biogasanlagen oder Biomethananlagen, für die sich die Direktvermarktung lohnt!

 ·       Eine Direktvermarktung bietet dabei eine gute Möglichkeit, die Wirtschaftlichkeit einer Anlage zu verbessern

 ·       Die Biogas Flexibilisierung eignet sich für viele Anlagen

 ·       Beachten Sie jedoch: Die Anforderungen für den Betreiber steigen

 ·       Eine Wirtschaftlichkeitsrechnung wird komplexer

 ·       Hier entsteht eine ausgezeichnete Option, der Inflationsfalle und steigenden Substratkosten gegenzusteuern

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Biogas Flexibilisierung mit NORTH-TEC

Für die Anlagenbetreiber bedeutet dies nicht nur die technische Aufrüstung der Anlage, sondern auch eine flexible Fahrweise, die in Zeiten höherer Nachfrage die Zusatzleistung, die ins Netz geht, regelt. Beides bedarf fachkundiger Überprüfung, um für die jeweilige Anlage ein passendes Modell zu entwickeln, das alle Anforderungen des Staates an den Betreiber berücksichtigt.

Biogas Flexibilisierung: NORTH-TEC plant und realisiert bereits seit Jahren individuelle Konzepte für die Flexibilisierung.

Hauseigene Experten aus den Bereichen Planung, Montage und Steuerung setzen die zahlreichen Anforderungen an Lagerkapazität, Gasspeichervolumen, BHKW, Gasaufbereitung und nicht zuletzt an die Anlagensteuerung um. Auch bei der Vermittlung von Finanzierungskonzepten oder Leasingmodellen, für beispielsweise ein Zusatz-BHKW, unterstützt das Unternehmen den Anlagenbetreiber von Anfang bis Ende.

Moritz Rabe